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Photos aus Buten und Binnen

Grüße aus Dötlingen

Entlang dem Huntepadd

Dieser Bereich des Huntepadds ist landschaftlich besonders reizvoll und interessant. Immer wieder entstehen hier an der Hunte südlich des Weges neue Uferformen. An den Außenrändern bilden sich viele kleine Steilufer, an den Innenrändern überwiegend flache Gleithänge. Die Vegetation hat sich hier den Bedingungen angepasst. Weidenbüsche, Roterlen und einige Eichen säumen den Fluss, der hier bis zu 24 Meter breit ist.

Nördlich des Weges bildet ein vielfältiges Geländerelief mit mächtigen, urwüchsigen Buchen den Übergang vom Huntetal zum Geestrücken. Einige dieser Bäume stehen altersbedingt am Beginn ihres natürlichen Zerfalls. Dadurch bieten sie vielen Pilz- und Tierarten ausgezeichnete Lebensbedingungen. Auch sind etliche Bruthöhlen zu entdecken, die von Spechten gemeißelt wurden. Als Nachmieter ziehen auch gerne andere Höhlenbewohner wie Dohlen oder Fledermäuse ein.

Vermoderte Baumstümpfe zeigen, dass hier vor vielen Jahren alte Bäume zusammengebrochen sind. Durch die entstandenen Lücken im Kronendach des Waldes fiel Licht auf den Boden, so dass sich dort junge Birken und Buchen ansamen und entwickeln konnten. Ein Beispiel für die natürliche Entwicklung des Waldes.

Die Ursprungsgeschichte

Mit dem Ausklingen der Elster-Eiszeit vor ca. 590000 Jahren ist, nach heutiger Kenntnis, das Huntetal bereits als Schmelzwasserrinne durch abfließendes Gletscher-Schmelzwasser vorgeprägt worden. Zur Zeit der Saale-Eiszeit vor ca. 190000 – 350000 Jahren wurde der Hunte-Weser-Raum erneut von Gletschern „überfahren“. In deren Schmelzperiode ist das vorgeprägte Tal wieder von Schmelzwassermassen durchströmt und weiter eingetieft worden. Seitdem bahnt sich die Hunte hier ihren mäandernden Lauf.

Der Lauf der Hunte

Aus dem Wiehengebirge kommend durchquert die Hunte den Dümmer. Sie durchfließt die Cloppenburger und Wildeshauser Geest sowie die Stadt Oldenburg und mündet bei Elsfleth in die Weser. Die Gesamtlänge beträgt ca. 190 Kilometer.

Das Püttenhaus

Das Püttenhaus, einst Spieker (Speicher) der Pastorei bei der Kirche, hat 1935 beim Neubau der Pastorei den jetzigen Standort gefunden. In den Jahren 1936 bis 1945 wurde das Gebäude als HJ-Jugendheim genutzt.

Nachdem das Haus als Notunterkunft für Vertriebene gedient hatte, ist es heute nach Umbau und Erweiterung Ausstellungsraum und Tagungsstätte des Bürger- und Heimatsverein. Ebenfalls dient es dem Standesamt der Gemeinde Dötlingen seit 1997 als Trauzimmer.

Das Gebäude hat seinen Namen von der in unmittelbarer Nahe befindlichen Quelle, der Pütte, erhalten. Die Runen ähnelnden Zeichen an der Giebelwand sind rein dekorativ.

Die Dorfeiche

Die über 1000-jährige Eiche stellt ein einmaliges Naturdenkmal im Dorfbild dar. Sie gehört zu den Symbolen Dötlingens. Es ist anzunehmen, das man sich auf dem Platz bei dieser Eiche in alten Zeiten zu Versammlungen zusammenfand, auch sollen sich hier sogenannte Hollandgänger (18.-19.Jahrhundert) vor ihrer Wanderung getroffen haben. Auch heute dient der Baum den Dötlingern als Treffpunkt für manche Veranstaltungen.

Nachwuchs erhielt die Dorfeiche im Jahr 2000, als neben ihr eine neue Eiche gepflanzt wurde. Im Sommer 2002 ist ohne Einwirkung ein großer Ast herausgebrochen. Dieser wurde von einem Künstler aufgearbeitet und ruht seither auf den Findlingen neben der Dorfeiche.

Die St.-Firminus-Kirche

Die Feldsteinkirche (Saalbau) wurde um 1100 erbaut, erste urkundliche Erwähnung 1270. Der Bau erfolgte in Abschnitten im romanischen und gotischen Stil.

Unter dem Altarraum und Südeingang befinden sich die Grabstätten von drei Pastoren aus dem 18.Jahrhundert und das Grab des Junkers Wahle (17.Jahrhundert). Die Kirche wurde dem heiligen Firminus geweiht, der im heutigen Frankreich den Märtyrertod starb. Der Altartisch enthält eine Reliquie.

Restaurierung 1947 nach Beschädigung durch Beschuss 1945. Von 1994 bis 1998 folgten umfassende Restaurierungsarbeiten (Stabilisierung von Fundament und Mauerwerk) sowie Renovierungsarbeiten im Inneren der Kirche. Bei zeitgleich stattfindenden archäologischen Ausgrabungen wurde festgestellt, dass hier bereits drei Holzkirchen (Baujahr ca. 1000) standen.

Textquellen: Infotafeln vor Ort
Fotos © Herr Bernd Meyer

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Ein Kommentar zu “Grüße aus Dötlingen

  1. Herr Bernd Meyer
    2017-05-12

    Hat dies auf Herr Bernd Meyer rebloggt.

    Gefällt mir

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